Das Hauptgebäude setzt sich als dreigeschossiger Mansarddachbau mit sieben Achsen zum Kaulberg sowie seinen niedrigeren Flügelbauten zu jeweils drei Achsen von seinen Nachbargebäuden ab. Die mittlere Achse der spätbarocken Fassade wird durch ein flaches Risalit und einen Giebel ausgezeichnet, der durch eine Hochschwingung des Kranzgesimses geschaffen ist. Eingerückte Vorlagen, die an den Obergeschossen zusammenfassend als Kolossalpilaster mit korinthisierenden Rocaillekapitellen und Gebälkstücken ausgebildet sind, fassen die Fassade ein. Die Fensterrahmungen der Obergeschosse sind reich profiliert und mit Schlußsteinen versehen und weisen über dem ersten Obergeschoss geschwungene Verdachungsgesimse auf. Über dem Mittelfenster des zweiten Obergeschosses sitzt ein vollrund gearbeitetes Vollwappen aus dem Jahr 1766 vom Bildhauer Ferdinand Dietz, das die Wappen des Zisterzienserordens, des Klosters Ebrach und des Abtes Hiernonymus II. Held, der den Neubau in Auftrag gab sowie das Wappen der Stadt Bamberg vereinigt. Die Flügelbauten sind mit Korbbogenarkaden und querovalen Mezzaninfenstern versehen. Sie verfügen jeweils über ein Satteldach mit figuren- und vasenbesetzter Blendbalustrade in Rokkokoformen. Jeweils in der Mitte der Balustraden tritt ein aus dem Risalit der Fronten entwickelter Volutensockel mit einer Sandsteinfigur hervor. Links zeigt sich die Immaculata, rechts der hl. Bernhard von Clairvaux. Beide Figuren wurden 1914 durch Kopien ersetzt. Die Originale befinden sich im Historischen Museum Bamberg.
Die Geschichte des Zisterzienserklosters Ebrach in Bamberg reicht bis in das 12. Jahrhundert zurück. Zu dieser Zeit musste sich das Kloster einen Hof mit den Zisterzen Langheim und Heilsbronn am Jakobstor teilen. Aufgrund der Blüte von Handel und Geschäften war der Bedarf an einer eigenen städtischen Niederlassung in verkehrsgünstiger Lage gewachsen, womit sich der Erwerb des ersten eigenen Grundstücks, dem heutigen Unteren Kaulberg 4 („Neuer Ebracher Hof“) erklärt. Das Zisterzienserkloster Ebrach vermehrte seinen Besitz allmählich durch den Erwerb weiterer Grundstücke: Nach 1527 erwarb es noch ein bergwärts benachbartes Anwesen von Unterer Kaulberg 4 und erkaufte 1547 das Grundstück mit dem Haus der Eseler, das später mit dem „Alten Ebracher Hof“ (Vorderer Bach 5) bebaut wurde. 1614/15 kam schließlich noch das Pfründhaus Beatae Mariae Virginis hinzu, das ebenfalls am Vorderen Bach gelegen war.